Linkbuilding-Strategie: SEO-Experten verraten 10 Maßnahmen für 2020/2021

[Letztes Update: 01/2021]

Linkbuilding – der Aufbau von Links zu SEO-Zwecken – hat eine lange Geschichte. Seit Google seinen Pagerank-Algorithmus patentiert hat, bauen Suchmaschinenoptimierer gezielt Links auf. Anfangs galt: je mehr Links, desto besser rankt eine Seite in den Suchergebnissen. Das hat sich inzwischen gravierend geändert.

Einen Meilenstein stellt das Penguin-Update aus dem Jahre 2012 dar. Penguin ist ein geheimer Algorithmus, der die Qualität und Relevanz von Links beurteilt. Für Websites stellt sich dieser Algorithmus in der Regel als automatische Penalty dar: anorganische (also künstlich aufgebaute) Backlink-Strukturen führen zu gravierenden Ranking- und Traffic-Einbußen. Nach einigen Anpassungen in den Folgejahren 1 wurder Penguin in 2016 Teil des Core-Algorithmus.

Für SEOs gestaltet sich der Linkaufbau darum heute komplexer und aufwendiger. Bei der Organisation von starken Links, Keyword-Links, generischen Links und dem Grundrauschen schwacher Links ist die Ballance auch zu unverlinkten Mentions wichtig. Sie merken schon, dass es sehr viele Einflussfaktoren gibt.

Versucht man sich an einer Definition, dann sähe diese ungefähr wie folgt aus:

Linkbuilding befasst sich mit dem gezielten Wachstum eines komplexen, organischen Netzes aus Weblinks, sowie der Etablierung kontinuierlicher Prozesse in die Unternehmensabläufe, mit dem Zweck, die Position und Sichtbarkeit einer Website in Suchmaschinen zu verbessern.

Linkbuilding Definition

Dieser Artikel befasst sich mit den zur Zeit etablierten Offpage-Linkbuilding-Methoden und erkärt Strategien, mit den Unternehmen und Website-Betreiber den nachhaltigen Ausbau Ihrer Web-Assets und deren Backlink-Profile sicherstellen können. Wir erklären den Beruf des Linkbuilders und warum Linkbuilding integrativer Bestandteil jedes Marketingmanagements und vieler Online-Marketing-Disziplinen ist. Und wir lenken Ihr Augenmerk auf die interne Verlinkung, den wichtigsten und am häufigsten vernachlässigten Hebel für schnelle SEO-Erfolge!

Versuchen Sie, diesen Artikel in Ruhe zu lesen. Vergleichen sie die beschriebenen Maßnahmen mit der Arbeitsweise ihrer Online-Marketing-Verantwortlichen – sei es eine Linkbuilding Agentur, ein Freelancer oder Mitarbeiter in-house. Prüfen Sie die Verlinkung und Backlinks Ihrer Website, um schnelle Erfolge mit besseren interenen Links und externen Links von Partnern und Freunden zu feiern.

Nach diesem Ausflug in fast 20 Jahre SEO-Praxis unserer Autoren sprechen Sie mit jeder Linkbuilding Agentur auf Augenhöhe und können die Leistung aller Maßnahmen besser bewerten. Für Fragen und Feedback freuen wir uns natürlich über Ihren Kommentar am Ende dieser Seite. Nun aber weiter in dieser sehr ausführlich geratenen Linkbuilding-Anleitung.

10 erfolgreiche SEO Linkbuilding Tipps

Folgende Techniken und Linkbuilding Maßnahmen setzen erfolgreiche SEOs regelmäßig und ohne Risiko ein. Sie werden auch Ihnen helfen, in den Suchmaschinen besser gelistet zu werden. Linkbuilding ist keine Zauberei und verletzt auch nicht die Google-Richtlinien. Aber sie ist ein stetiger und mühsamer Unternehmens-Prozess. Um die folgenden Linkbuilding-Tipps erfolgreich und nachhaltig einzusetzen, ist eine Strategie und sorgsame Planung inklusive geeigneter Budgets erforderlich. Die regelmäßigen Abläufe im Unternehmen müssen angepasst werden.

Wichtig ist dabei, dass es keine Abkürzungen oder Geheimtipps gibt, außer Sie bewegen sich bewusst in der Grauzone der gekauften Links oder des Link-Spams. Darum soll es in diesem Artikel aber nicht gehen. Die folgenden Maßnahmen sind, sorgsam, kritisch und dauerhaft angewandt, als „white-hat SEO“ absolut richtlinienkonform.

Analyse des eigenen Netzwerks

Linkbuilding (oder auf deutsch Linkaufbau) ist nichts anderes als Networking. Sie integrieren sich in ein Netz aus Personen und Organisationen, indem Sie Links setzen und Links erhalten. Das bedeutet, dass der Tipp 1 sehr allgemein ist: Setzen Sie ihren Menschenverstand ein. Suchen Sie nach neuen Kontakten im Web – für sich persönlich, Ihr Unternehmen und Ihre Websites. Das ist etwas, das Sie ja ohnehin als Mensch beherrschen.

Sie können mit der Analyse des vorhandenen Netzwerks beginnen, in dem Sie gute Kunden und Partner ausfindig machen und deren Online-Erfolg untersuchen. Ihre Partnerunternehmen verfügen genau wie Sie über eine Website, eine Facebook-Seite, Blogs und andere Social-Media-Accounts. Auch die Mitarbeiter Ihres Unternehmens und der Partner haben bereits eine Internet-Historie und freuen sich, ihr Link-Netzwerk und damit die eigene Backlink-Autorität zu verstärken.

Sprechen Sie also als aller ersten Schritt das wohlgesonnene eigene Netzwerk an. Aber im nächsten Schritt verankern Sie einen echten Linkaufbau-Prozess im Unternehmen. Denn jeder Messekontakt, jeder Fachkontakt und einfach jeder neue Kontakt in Ihrem Netzwerk, das Sie übrigens leichter mit B2B-Social-Networks wie XING oder LinkedIn pflegen können, ist eine Link-Gelegenheit. Sie sollten die Verpflichtung in Ihrem Unternehmen verankern, neue Kontakte auch aus dem Blickwinkel der digitalen Vernetzung zu beurteilen.

Backlink-Analyse der Marktführer

Das Schöne am Linkbuilding ist, dass es öffentlich ist. Suchmaschinen sind – obwohl in privater Hand – auch öffentliche Einrichtungen, denn sie finden nur öffentlich sichtbare Links, genau wie ihre User nur öffentliche Websites finden.

Die Linkbuilding-Strategie der Konkurrenz

Im Internet findet man diverse Tools, die nach Links und Inhalten suchen und diese für Sie anzeigen können. Sie können damit herausfinden, wo ein bestimmter Mitbewerber verlinkt ist. Das ist nützlich, weil es Ihnen einen direkten Blick auf die erfolgreichen Linkbuilding-Strategien Ihrer Konkurrenz gestattet. Durch Backlink-Analyse finden Sie Webseiten, die Links zur Konkurrenz enthalten:

  • Fachpublikationen (z. B. Gastbeiträge) der Konkurrenz
  • Pressemitteilungen
  • Veranstaltungen und Events (z. B. Messe-Informationen mit Verlinkung)
  • Listen und Linkhubs

Linkhubs direkt finden

Einige dieser Backlink-Tools wie das Common Backlinks Tool 2 von LinkResearchTools oder der Hubfinder 3 von Xovi finden Websites, auf den mehrere Ihrer Mitbewerber gefunden werden. Solche Websites werden Linkhubs genannt. Auf Deutsch ist ein Hub ein Drehkreuz oder Verteiler, dort verteilt sich also die Linkpower auf verschiedene relevante Vertreter einer Branche. Solche speziellen Tools liefern allerdings durchwachsene Ergebnisse, denn das Web ist weit und niemand besitzt heute die gewaltigen Ressourcen eines Google oder Bing, um das Web in vergleichbarer Qualität zu durchsuchen.

Statt teurer Tools können Sie genau so gut kreativ werden und bei Google (Bing, DuckDuckGo, wo auch immer) nach ihrer Branche mit dem zusätzlichen Wort „Liste“, „Verzeichnis“, „Empfehlungen“ usw. suchen. Seien Sie dabei kreativ und überlegen, wo man sich in Ihrer Branche eintragen würde bzw. wer eine fachliche Autorität ist. Auf diese Weise finden Sie genau solche Hubs, die bei Google gut ranken und ersparen sich die manuelle Beurteilung von Links und Relevanz.

Beispiel: die Suchabfrage „Online Marketing Agenturen Verzeichnis“ liefert bei Google einige sehr relevante Listen, in denen jede Online Marketing Agentur vertreten sein sollte.

Dasselbe Prinzip funktioniert mit jeder Branche, probieren Sie es aus. Typische Listen dieser Art werden Sie auch bei Gemeinden, Industrie und Handelskammern (IHK), Hochschulen oder Branchenportalen finden. Das ist die Art von Links, die im Linkmix am besten funktionieren.

Infografiken & Erklär-Videos

Infografiken sind Schaubilder, die einen komplexen Inhalt visuell erklären. Sie transportieren Inhalte (vgl. Content Marketing) und sind oft zur Weitergabe bestimmt.

Infografiken erfüllen sehr verschiedene Zwecke. Sie zeigen den Besuchern Ihrer Website auf einfach begreifbare Weise, dass hier eine fachliche Autorität kommuniziert. Das Thema der Website bzw. des Artikels kann sehr schnell und intuitiv konsumiert werden. Grafiken sind zudem das Format, mit dem soziale Medien am leichtesten umgehen können, sie laden darum zum Teilen und Verlinken ein.

Werden Sie als Linkbuilding-Maßnahme eingesetzt, sind Infografiken ein Baustein der Linkaufbau-Strategie und fungieren als SEO-Maßnahme. Manche Agenturen und Anbieter haben sich inzwischen regelrecht auf sie spezialisiert und stützen 50% und mehr auf Infografiken. Seit einigen Jahren werden auch vermehrt Videos und Animationen im Stil der Infografiken eingesetzt. Achten Sie auf die Ballance und setzen solche Medien nur ein, wo sie dem Interessenten helfen.

Infografiken und Videos sind dort sinnvoll, wo komplexe Inhalte, Strukturen und Konzepte schnell transportiert werden sollen. Setzen Sie Infografiken, Erklärvideos und Animationen ein um…

  • Strukturen anschaulich darzustellen (Organigramme, Hierarchien, Abläufe)
  • technische oder wissenschaftliche Inhalte zu verdeutlichen
  • neuartige Problemlösung (z.B. bei der Markteinführung neuer Produkte) zu erklären
  • die Anwendung von Produkten zu erläutern.

Wichtig: Damit Infografiken zu einem der besten Linkbuilding-Tools werden, erklären Sie im Umfeld der Grafik, wie der Betrachter sie weitergeben kann. Fügen Sie Sharing Icons (für Social Media, Blogs, Html und WhatsApp) hinzu und erklären freundlich, dass diese Grafik zur Weitergabe geeignet ist. Der vorgefertigter Link-Code erleichtert die Einbindung in Blogs. Der Bitte, eine Quellenangabe zu verwenden, kommen Nutzer solcher Infomedien gern nach, denn sie erhalten im Gegenzug ein attraktives, visuelles Element für ihre eigene Präsenz.

Gastbeiträge

Als Gastbeiträg (auch Gastartikel oder engl. Guest Post) bezeichnet man Artikel und andere Beiträge, die jemand als Gast unter einer fremden Internet-Präsenz veröffentlicht. Gastartikel bilden den Bereich des Article Marketing und sind dem Content Marketing zuzuordnen.

Gastbeiträge sind eine der beliebtesten SEO-Techniken, und sie bergen Risiken, wenn man es übertreibt. Die Google-Richtlinien besagen ganz klar, dass Linkkauf nicht erlaubt ist. Schreiben Sie nun also einen Gastbeitrag aus 5 Sätzen, bauen dort zwei Keyword-Links ein und zahlen dem Gastgeber (engl. Host) ihres Artikels ein paar Euro, dann ist die Grenze zum Black-Hat berührt.

So setzen Sie Gastbeiträge mit Erfolg ein

  1. Finden Sie relevante Online-Publikationen (Magazine, Blogs, Seiten von Branchenverbänden), die gute inhaltliche Qualität und gute Sichtbarkeit in den Suchergebnissen (SERPs) besitzen. Vermeiden Sie dabei, Zeit an exorbitante Koryphäen zu verschwenden: Sie werden keinen Artikel in der New York Times oder in der BILD veröffentlichen können. Und selbst wenn, Sie erhalten dort niemals einen SEO-Link.
  2. Machen Sie sich mit den Themen, Formaten und Ansprüchen der Publikation vertraut. Stellen Sie eine Liste möglicher Themen auf.
  3. Nehmen Sie Kontakt zum Herausgeber auf. Dabei lohnt es sich, die Personen hinter der Publikation zu recherchieren. Sprechen Sie diese persönlich an und stellen sich professionell und mit Ihrem Themenvorschlag vor.
  4. Fragen Sie nach Möglichkeiten der Verlinkung. Sind Keyword-Links möglich? Oder ist nur ein Link zum Autor machbar? Machen Sie den Link zum Bestandteil der Vertragsverhandlung, aber bestehen Sie nicht zu sehr auf Ihren Vorstellungen, denn auch ein unperfekt gesetzter Link ist eine organisch einwandfreie Referenz, die Ihr Backlink-Profil untermauert. Und letztlich liegt die Verantwortung dafür ja nicht beim Gast, wird also Ihrer Reputation nicht schaden.

Umgekehrte Bildersuche

Die als „umgekehrte Bildersuche“ oder „reverse Bildersuche“ bekannte Technik macht sich den Umstand zunutze, dass Bilder von Herstellern, z.B. Darstellungen von Produkten, Marken, Gebäuden oder Veranstaltungen gelegentlich von Dritten genutzt werden. Dies können zum Beispiel Blogger oder Partnerunternehmen sein.

Bilder und Fotos sind natürlich urheberrechtlich geschützt. Es ist damit in den meisten Fällen nicht statthaft, dass diese in fremden Veröffentlichungen erscheinen. Andererseits ist es natürlich schön, wenn eine Marke organische Kreise zieht. Für den SEO zählt hier nur, dass ein guter Link entsteht.

Wie führt man eine umgekehrte Bildersuche durch?

Das ist heutzutage ganz einfach. Sie können die umgekehrte Bildersuche von Google 4 nutzen oder auf Tools wie die TinEye Reverse Image Search 5 verwenden. Bei Googles Bildersuche klicken Sie dazu den Fotoapparat im Suchfeld, siehe Abbildung.

Die Rückwärts-Bildersuche bei Google

Nun schreiben Sie den Inhaber der betreffenden Seite freundlich an und bitten darum, den Urheberhinweis einzubinden. Verkneifen Sie sich andere rechtliche Hinweise, denn der- oder diejenige ist sich der rechtlichen Brisanz ohnehin bewusst und ist froh, die Angelegenheit mit einem simplen Referenz-Link aus der Welt zu schaffen.

Google Alerts

Alerts (dt. Warnungen) sind ein inzwischen von den meisten Marketing-Experten genutztes Instrument. Richten Sie sich Google Alerts ein, um über neue Erwähnungen von Namen, Marken und Domains informiert zu werden.

Der Vorteil im Bereich des SEO und anderer Disziplinen des Online-Marketings liegt auf der Hand: wenn Sie über Erwähnungen (auch engl. als „Mentions“) informiert sind, können Sie darauf reagieren. Treten Sie mit dem Autor der Erwähnung in Kontakt. Bieten Sie Unterstützung oder bedanken Sie sich für das Interesse am Produkt. Empfehlen Sie dem Autor außerdem bei unverlinkten Mentions relevante Inhalte auf Ihrer eigenen Site oder die Verlinkung relevanter Gastbeiträge.

Effizienz-Tipp: Besonders ergibig sind Google Alerts, die über Konkurrenzmarken oder allgemeine, branchenrelevante Artikel und Hub-Seiten (Verzeichnisse, Listen, Ratgeber) informieren. Sie werden dann per Alert über Neuigkeiten und Marketing-Maßnahmen der Konkurrenz informiert, können diese als Trittbrettfahrer für sich nutzen und sind jeder Zeit auf dem Laufenden, ohne selbst suchen zu müssen.

Broken Linkbuilding – 404 Not Found ist SEOs Freund

In Zeiten immer kürzer werdender Lebenszyklen von Unternehmen, Produkten und Websites stolpert jeder hier und da über tote Links. Tote Links zeigen zu Inhalten (Blogs, Seiten, Profilen, Bildern etc.) die nicht mehr existieren. Nicht selten erkennt man sie am HTTP Fehler-Code 404 oder gar daran, dass die ganze Domain verschwunden ist oder bei einem Domain-Händler liegt.

Wann immer Sie bei Ihren Backlink-Recherchen über tote Links stolpern, betrachten Sie es als Gelegenheit. Verfügen Sie über vergleichbare Inhalte? Dann schreiben Sie dem verlinkenden Webmaster*in eine E-Mail oder einen Kommentar, der auf den Fehler seines Content hinweist. Informieren Sie darüber, dass Sie einen vergleichbaren Inhalt auf ihrer Webseite oder in einem Gastartikel an anderer Stelle haben und es für die User sehr nützlich wäre, wenn dorthin verlinkt wird.

Bei besonders hochwertigen Linkgebern kann es sich lohnen, wenn Sie den Inhalt eigens dafür erstellen. Fragen Sie vorher nicht an, ob Interesse besteht, sondern produzieren Sie den Inhalt einfach. Sollte der betreffende Webmaster kein Interesse zeigen, so verwenden sie den Inhalt einfach selbst. Denn er hat ja schon bewiesen, dass er gutes Linkbuilding-Potenzial hat.

Interne Verlinkung optimal nutzen

Leider steht die Verlinkung innerhalb der eigenen Präsenz häufig nicht an oberster Priorität. Dabei gibt es nichts, auf das man im Web leichter Einfluss nehmen kann. Die Interne Verlinkung ist für Suchmaschine ein wichtiger Indikator, um die Inhalte einer Domain zu Gewichten (sie in Ordnung und Reihenfolge zu bringen).

Die Startseite (Homepage) ist der stärkste Inhalt der Website. Das liegt daran, dass sie in der Regel die meisten eingehenden Links hat. Sie wird extern in Form von Domainlinks (z.B. www.example.de) verlinkt. Intern führt jede Unterseite zurück zur Homepage. Inhalte, die von der Startseite verlinkt werden, enthalten den wichtigsten Content. Diese Seiten haben sehr gutes Ranking-Potenzial. Technisch betrachtet landet in der Homepage der maximale Link Juice, der sich von hier in die Website verzweigt. Stellen Sie es sich wie ein Bewässerungssystem vor. Je weiter entfernt von der Startseite, desto schlechter wird ein Inhalt mit Ranking-Potenzial versorgt. Erstellen Sie also Startseiten-Links für die wichtigesten Dokumente der Website.

Die gröbsten Fehler der internen Verlinkung

Folgende Fehler tauchen in interner Verlinkung immer wieder auf, sie sollten unbedingt vermieden werden:

  • zu wenig interne Links
  • zu viele Links auf jeder Seite
  • interne Links mit rel-nofollow
  • keine Keywords in internen Links

Zu wenig interne Links erschweren die Verteilung von Link Juice unnötig. Außerdem machen Sie es Nutzern schwer, von Inhalt zu Inhalt zu springen. Sie erhöhen darum die Absprungrate und reduzieren die Verweildauer, was sich wiederum negativ auf die gesamte SEO der Site auswirken kann.

Zu viele Links pro Seite verdünnen und vermischen den kontextuellen Wert der Links. Verlinkt eine Contentseite zu vielen themenfremden Seiten derselben Hierarchieebene, dann können Suchmaschinen nur noch schwer thematische Relevanz herstellen. Die linkgebende Seite wirklich dann wie ein Hub und wird stärker bei informationellen Suchanfragen gelistet: ist das erwünsch, dann verlinken Sie viel und themenrelevant. Andernfalls lassen Sie es. Ein absolutes Link-Limit pro Seite gibt es übrigens nicht, alte Vorgaben wie „maximal 100 Links“ oder „maximal 100kb Text“ sind längst Geschichte.

Interne Links mit nofollow sind ein grober technischer Fehler. Sie weisen Google damit an, den Linkjuice zu verwerfen.

Manchmal werden interne Links mit Linktexten wie „mehr“ oder „weiterlesen“ gesetzt. Das ist in Maßen nicht problematisch, kann aber dazu führen, dass Sie für den Begriff „mehr“ bzw. „weiterlesen“ relevanter werden. Wählen Sie darum lieber passende Keywords als Linktext. Das ist auch darum wichtig, weil sie als Inhaber der Domain in der Linktextwahl vollkommen frei sind. Für interne Links gibt es keine Keyword-Stuffing-Penalty, die zu häufige Keywordlinks abstrafen würde. Bei externen Links hingegen müssen Sie darauf achten, einen gesunden (organischen) Linktext-Mix aus Keyword-Links, Domain-Links und generischen Linktexten zu erreichen.

Linkrauschen (z. B. Verzeichnisse)

Nutzen Sie noch Webverzeichnise, Webkataloge, Linklisten und Branchenübersichten mit Follow-Links? Nein? Dann sind sie schon lange dabei. Hut ab! Denn heute gibt es die meisten Webverzeichnisse der alten Schule nicht mehr, die vor vielen Jahren von den Google-Updates Panda & Penguin verbannt wurden. Diese Linkschleudern, die Links gegen Backlinks gesetzt haben, sind verschwunden. Geblieben sind moderne Webverzeichnisse. Sie sind themenrelevant, führen hochwertige Linklisten, werden redaktionell betreut. Wenigstens gilt das für viele.

Ihre Aufgabe als Linkbuilder ist es, die hochwertigeren Verzeichnisse und Linklisten ausfindig zu machen. Tragen Sie sich ein. Achten Sie auf Qualität und Mehrwert. Diese Verzeichnisse verschaffen ihnen zusätzliche Reichweite und ggf. den einen oder anderen Follow-Link. Auch Nofollow-Links sollten Sie nicht schmähen, denn die gehören genau so in ein organisches Backlinkprofil. Entscheident ist, dass Sie dabei das Maß wahren und solche Links immer nur ein Grundrauschen sind.

Reputation und Networking

Last but not least… Linkaufbau ist der Aufbau von Verbindungen zu anderen Marktteilnehmern. Experten, Journalisten, Influenzer, Unternehmen, Konsumenten und Hobbyisten – arbeiten Sie an Ihrem Netzwerk in allen Richtungen und behalten Sie dabei im Hinterkopf, dass jeder Kontakt auch ein potenzieller Link ist.

In der alten Zeit bestand SEO primär aus Linktausch und die einzig notwendige Gemeinsamkeit der Linkpartner war, dass sie im Internet aktiv sind. Heute ist Linktausch in Maßen wieder salonfähig, aber er muss sich mit einem realen sozialen Netzwerk decken. Sie dürfen und sollten Links zu guten Kontakten setzen und auch einem reziproken Link (also einem direkten Backlink zwischen zwei Seiten) nicht misstrauen.

Solange es in Maßen und aus professionellen, branchenspezifischen, themenrelevanten Gesichtspunkten gemacht wird, birgt auch diese Methode des aktiven Linkbuilding kein Risiko.

Fazit

Link-Management ist heute ein Marketing-Prozess. Neue Partner, neue Kunden, die Reputationsarbeit von Unternehmen und Mitarbeitern – überall entstehen neue Vernetzungen und müssen im digitalen Raum abgebildet werden. Dort entfalten sie ihre Wirkung auch in den Algorithmen der Suchmaschinen. Die Website und relevanter Content steigt somit kontinuierlich in den Suchergebnissen.

Nur als Prozess, der in allen Bereichen des Marketings bis hin zum Vertrieb funktioniert, ist das optimale Linkwachstum und damit steigender Online-Erfolg nachhaltig realisierbar. Darum ist SEO und Linkaufbau heute genau so wie alle anderen Online-Kanäle kein separates Mittel mehr.

Marketer und Marketing-Entscheider, die sich heute die Online-Kanäle getrennt ansehen, sie penibel an KPIs bemessen und dabei das große Ganze vergessen, überstrapazieren die Möglichkeiten des Online-Marketings bei weitem. Denn im Funnel arbeitet SEO mit Social und Branding und sogar mit Maßnahmen jenseits der Online-Welt Hand in Hand. Managen Sie Ihre Online-Maßnahmen smart, als Bestandteil des Marketing-Mix.

Referenzen

  1. Wikipedia-Artikel: Penguin Update
  2. Common Backlinks Tool (€)
  3. Backlink Checker (€)
  4. Google-Bildersuche: https://www.google.de/imghp
  5. TinEye Reverse Image Search

Kommentare sind geschlossen.