Verlinkung ist ein Belohnungssystem

Welche Arten von Links gibt es?

Schauen wir uns doch einmal das Internet an. Worum geht es eigentlich bei diesem Webkosmos? Unterscheidet sich das Gefüge tatsächlich so sehr von der realen Welt? Ist es nicht so, dass trotz all der Technik dahinter nur eines zählt? Die Emotionen der Menschen. Wie lässt sich das beim Linkaufbau verwenden?

Die virtuelle Welt, kurz das Internet genannt, versucht ein Abbild der Offlinewelt zu sein. Woraus besteht diese Welt? Es gibt Informationssysteme, Beziehungen, Datensammlungen, Analys, aber vor allen Dingen eines: MENSCHEN. Hinter jedem Klick, hinter jeder Seite steht ein Menschen.

Die Befriedigung eines Bedürfnisses ist der größte Antrieb

Alle Menschen haben Bedürfnisse, Erwartungen und Ängste

Sobald auf einen Link geklickt wird werden die Bedürfnisse eines Menschen angesprochen. Oft geht es um ein Bedrürfnis an Information. Beim Klick herrscht trotzdem vielleicht ein wenig unbehagen vor, was sich wohl hinter diesem Link verbirgt. Sofort werden Erwartungen geweckt. Die Seite wird aufgerufen. Jetzt entscheidet sich alles. In Bruchteilen von Sekunden entscheidet der Besucher nun, welches Gefühl am besten bedient wird.

Die gesuchten Informationen befinden sich nur zum Teil hinter dem Klick

Auf der Seite werden die Bedürfnisse des Users nicht vollständig befriedigt. Die Erwartungen und das Ergebnis passen nicht zusammen. Das Resultat wird sein, dass der Leser weg ist. Seite zu, nächstes Ergebnis. Aber Sie erhalten eine neue Chance bei einer anderen Recherche.

Hinter dem Link verbergen sich unpassende Informationen

Hier werden die Bedürfnisse ebenfalls nicht befriedigt, aber zusätzlich werden hier auch noch die unangenehmen Gefühle bedient. Jedem ist klar, was passiert, der Leser ist natürlich auch weg, aber zusätzlich behält der Leser ihre Seite in unangenehmer Erinnerung. Bei der nächsten Recherche können Sie damit rechnen nicht mehr angeklickt zu werden.

Wende das Wissen auf die interne Verlinkung anwerthaltigkeit-eines-links1-300x242

Nutze dieses Wissen und verwende es für Deine interne Verlinkung. Bedenke bei jedem Link, dass aufgrund des Linktextes sich dahinter auch die richtige Information befindet. Es macht also nicht nur in der googleschen Betrachtung Sinn, sondern vor allen Dingen für die eigenen Leser!

Gleichzeitig stärkt die interne Verlinkung die Position bei Google. Schöner Nebeneffekt!

Externe Links in der Betrachtung

Welche Arten von Links können unterschieden werden? Warum werden Seiten verlinkt?

  • Ego-Links
  • Gefälligkeitslinks
  • Empfehlungslinks
  • getauschte andere Links

Ego-Links / Reputationslinks

Als Ego-Links bezeichne ich Links, die aus persönlichen Gründen gesetzt werden. Also beispielsweise ein Link zu einer Seite, die ein Interview mit mir gemacht hat und auf die ich dann verweise.  Diese Links werden in der Regel freiwillig gesetzt. Sie dienen dazu anderen Menschen zu zeigen, wo Informationen von mir zu finden sind. Bei der eigenen Verlinkung könnte man die Links zu den eigenen online Profilen zählen.

Gefälligkeitslinks

Als Gefälligkeitslinks bezeichne ich Links, die freiwillig gesetzt werden, weil man sich aus dem Networking kennt. Nach dem Motto “Eine Hand wäscht die andere”. Dann werden passende Artikel gerne verlinkt. Ich glaube, mehr brauch ich dazu nicht sagen ;-)

Empfehlungslinks

Empfehlungslinks sind Links, die freiwillig gesetzt werden, weil die Information dahinter einen echten Mehrwert für die Leser bildet. Diese Links sind aus der Sicht von Goolge die einzigen Links, die gesetzt werden dürfen.

Andere Links

Die anderen Links entstehen meist durch nicht unerhebliche Anstrengungen. Es wird recherchiert, welche Themen könnten passend sein und welcher Webmaster steckt hinter einer Seite. Aufwendige Analyseverfahren zur Domainbewertung werden herangezogen. Puh, endlich geschafft, die Verlinkung ist da! Aber dann fängt die Arbeit erst richtig an.

Wertigkeit von Links in der zeitlichen Betrachtung

Betrachten wir nun die verschiedenen Linkarten, so können nicht alle als nachhaltig betrachtet werden. Ego-Links, Gefälligkeitslinks und Empfehlungslinks können wohl als dauerhafte Links betrachtet werden. Eine Überwachung dieser Links ist nichtnotwendig, da auch keine Gegenleistung erbracht wurde.

Andere Links machen immer mehr Arbeit. Diese Links werden in Tabellen gepresst, ganze Analysetools werden dafür programmiert. Nur um täglich zu schauen, ob das “Geschäft” auch eingehalten wird. Gehen wir aber jetzt doch einmal in die Offlinewelt zurück. Kennt Ihr dort einen Fall, der ähnlich stark kontrolliert wird? Mir fällt auf die schnelle nichts ein.

Also muss man sich doch wohl die Frage stellen, warum macht man das? Warum tut man sich das an oder warum ist das überhaupt nötig? Es werden Verlinkungen vorgenommen, bei denen ich im Vorfeld schon bedenken habe, ob sie bestand haben werden. Macht das dann wirklich noch Sinn? Ich meine nein!

Investiert die Zeit lieber in gute Artikel und ergänzt hochwertigen content mit eigenen Artikeln zu anderen Seiten. Ein Hinweis darauf kann Euch viel dienlicher sein, weil ihr eine freiwillige Verlinkung erhaltet. Diese Links sind nachhaltig und qualitativ hochwertig, da sie thematisch passend sind.

Sind Verlinkungen überhaupt Google konform

Dieser Frage geht Martin in einer aktuellen Betrachtung nach. Sind Links Blackhat

Jeder muss natürlich selbst entscheiden, welche Arten von Links er aufbaut. Doch sollte man sich mal überlegen, ob es richtig sein kann, dass man einen Großteil seiner Zeit mit der Kontrolle von Verlinkungen verbringt.

Wie sinnvoll ist also Linktausch in der heutigen Zeit? Macht es nicht mehr Sinn Links organisch aufzubauen? Welche Link-Typen kennst Du noch?

Über Malte Koj 43 Artikel
Seit 1998 bewege ich mich durch die Gefilde des online Marketings. Ich bin Vater zweier Kinder und glücklich verheiratet. Hier im Blog gebe ich gerne Tipps und Tricks zu SEO & SEA.

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